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Liebe Brüder und Geschwister in Christus,

© Gabriela Mihaita David

© Gabriela Mihaita David

Das von unseren Heiligen Väter für diesen Sonntag auserwählte heilige Evangelium ist voll von spiritueller Bedeutung für das Heil der Menschheit im Allgemeinen, aber auch für das Heil der jeden Seele, für uns alle. Dieses Gleichnis hilft uns auch in unserer spirituellen Vorbereitung für das hohe und heilige Fest der Geburt Jesu Christi.

Das Evangelium sagt, dass „ein Mensch war, der machte ein großes Abendmahl“ und die „Geladene“ einlud. Diese sind die Menschen, die die Absicht jenes Menschen, ein besonderes Abendessen vorzubereiten, wussten. Die Väter der Kirche deuten und sagen, dass jener Mensch in der Tat, Gott ist, der Vater, der in den letzten Tagen, das heißt in der Dämmerung der Geschichte, das Abendessen für die Menschen in das Reich der Himmel vorbereitet hat.

Das Evangelium sagt uns, dass dieser Herr des Hauses seinen vertrauenswürdigen Diener geschickt hat, um Freunden und Bekannten zum Essen einzuladen. Aber diejenigen, für die das Abendessen vorbereitet war, lehnten die Einladung wie in einer Verschwörung ab und präsentieren jeweils verschiedene Ausreden. Nach Auslegung der heiligen Väter wissen wir, dass der Knecht, den der Herr des Hauses geschickt hat, um Einladungen zum Essen zu machen, Herr Jesus Christus, der Sohn Gottes, selbst ist. Er ist „nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen“ (Mt 20, 28). Er wurde von den Propheten des Alten Testaments als „Diener Gottes“ (vgl Jesaja 53, 11) vorhergesagt, um in dieser Welt den Willen Gottes zu erfüllen.

Christus wurde in der Mitte des hebräischen Volkes in die Welt geboren und er ruft zuerst zur Rettung oder Vereinigung mit Gott die Fürsten und Gelehrten des auserwählten Volkes. Diese, die das Gesetz des Alten Testaments wussten, kannten auch den Willen Gottes. Aber diese, die die Anrufung des Evangeliums der Erlösung verstehen sollten, haben sich verweigert, seinen Anruf zu beantworten.

Die Geladenen zu diesem besonderen Abendbrot – ein Ereignis, das einzigartig war, lange und zur Freude und Gemeinschaft vorbereitet wurde – konnten nicht kommen, haben sich lieber zu weltlichen Aktivitäten und Situationen gewidmet, die zwar wichtig waren, aber verschoben werden könnten. In der Auslegung der Väter der Kirche ist den Acker die Sorgen dieser Welt, unermessliche Sehnsucht nach Reichtum, Macht und Herschafft. Durch die fünf Jochochsen verstehen wir unsere fünf Sinne, die sehr oft in den Biologischen die Menschen einsperren, komplett den geistigen Horizont abdunkeln. Die Antwort “ Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen“ charakterisiert die übermäßige Sorge um die Familie. Es gibt eine Menge Leute, die durch übermäßige Sorgen um Familie an Sonntagen oder Feiertagen in der Kirche nicht kommen, um für das Heil ihrer Seele zu kümmern. Nicht für die vernünftigen und gesegneten Sorgen um die Familie sind hier kritisiert, sondern die Sorgen, die die Menschen versklaven und den Segen Gottes zu vergessen machen.

Die Sorgen für das Reichtum, die Leidenschaften der Sinne und die exklusiven und übermäßigen Sorge um Familienangelegenheiten sind die drei Hauptkategorien, die die Beziehung zwischen uns und Gott hindern.

Das heutige Evangelium ist für uns alle angedacht. Jeder von uns findet oft Ausreden, keine Zeit für Gebet, Umkehr, Beichte und Kommunion zu haben.  Das passiert, weil wir von vielen Sorgen versklavt sind. Die werden so groß, dass wir von ihnen zerquetscht werden. So weit sind wir von den Materialien verbunden, dass wir keine Zeit mehr haben, um Futter für die Seele zu versorgen und sie zu kleiden, die Seele in der hellen Kleidung der Freude des Himmelreiches, der Vereinigung mit Gott zu verkleiden.

Die Heiligen Väter deuten das Abendessen von diesem Evangelium als ein deutlicher Hinweis auf die heilige Eucharistie. Und dieser Perikope wurde speziell zu diesem Zeitraum angedacht, um einen Anreiz, mehr Gebet in Vorbereitung auf das Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus zu treiben. Sie ist eine Einladung an uns, um eine vermehrte an Gottesdiensten teilzunehmen, um uns durch Beichte und Kommunion des Leibes und Blutes Christi in der Liturgie Heilung unserer Seelen zu bekommen.

Gott helfe und erleuchte uns, seinen Ruf nie zu ablehnen. Wenn Sonntag oder christlichen Feiertage ist, sollen wir verstehen, dass Gott uns zur Freude seinem Abendessen in das Reich des ewigen Lebens ruft. Als Vorkost diesen haben wir die Sakramenten der Kirche. Gott helfe uns, dass wir diese Zeit vor dem Fest der Geburt Christi benutzen zu können, um positive Antwort Christus zu geben. Wir sollen die Zeit benutzen und uns intensiver vorzubereiten, um mit Gott, dem Vater durch den Sohn, uns zu treffen. Dies sei zur Ehre der Heiligsten Dreifaltigkeit und zu unserem Heil! Amen.

© Priestermönch Athanasie Ulea

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