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© Gabriela Mihaita David

© Gabriela Mihaita David

Liebe Brüder und Schwester in Christus,

Das letzte Evangelium, das von den Heiligen Vätern bestellt wurde, um in Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu gelesen zu werden, ist das Evangelium über die Vorväter Jesu. Dieses Stammbaum Jesu, mit dem der Apostel Matthäus sein Evangelium beginnt, scheint auf den ersten Blick eine einfache und langweilige Reihenfolge von Namen, die mit uns nicht zu tun haben oder nicht wirklich wertvoll für unser spirituelles Leben sind. Aber diese Erwähnliste (pomelnic)  der Vorväter des Heilands hält viele tiefe Bedeutung.

Zunächst stellen wir fest, dass die Welt eine lange Zeit gebraucht hat, um für das Kommen unseres Herrn sich vorzubereiten. Dies ist aus drei Gründen:

Erstens passiert dies, weil Gott die menschliche Freiheit sehr respektiert. Der größte Humanist oder Freidenker respektiert nicht die Freiheit des Menschen, wie Gott es tut. Er wartete Jahrhunderte und Jahrtausende, um ein Mensch auf die Erde zu kommen, der Ihm frei und klar sagen kann: „Siehe, ich bin des Herrn Magd/Knecht; mir geschehe, wie du gesagt hast“. Die Jungfrau Maria ist die Frucht dieser Genealogie. Nach mehreren Stürzen und Heben hat es versäumt, jemand mit ganzem Herzen und mit all der Kraft Gottes mit Ja zu antworten.

Zweitens zeigt das die viel Geduld Gottes, Der treu seines Versprechens ist. Er bleibt den Menschen treu, auch wenn dieser Ihn immer wieder verraten, wenn die Menschen leichter sündigen oder lieber um kleinere und unwichtige Dinge sich beschäftigen. Das bedeutet, dass trotz der Tatsache, dass die meisten Menschen sich vom Gott zurückkehren, erkennen nicht oder wollen nicht, Ihm zu folgen, Gott wartet noch und gibt jedem die Möglichkeit, sich zurückzukehren und dem Ruf Gottes zu Vergöttlichung zu antworten.

Drittens wird es beobachtet, dass der Sinn des Lebens eines Menschen sich nicht mit seinem Tod endet, sondern verbleibt in der Ewigkeit. Viele Menschen leiden heute mit einem überwältigenden Leiden diesen Mangel an Sinn des Lebens. Und es ist tatsächlich so, dass dieses Leben keinen Sinn hat, wenn es nicht in die Ewigkeit weitergeht. Das passiert auch mit der Weltgeschichte, die keinen Wert haben würde, wenn Christus nicht geboren wäre. Er lebt in Ewigkeit und kommt in die Geschichte der Menschheit herein, um den Mensch aus einer begrenzten Lebensdauer in das ewige Leben (in Perfektion) zu führen.

Aus all diesen Gründen verstehen wir die übermäßige Bedeutung des Menschen vor Gott, der nicht nur seine Freiheit respektiert und seine Gebrechen, Beschränkungen und Misserfolge duldet, sondern macht Er den Mensch fähig und würdig Gott zu tragen, Gott zu gebären, mit anderen Worten sich zu vergöttern. Die Geburt Gottes durch die Jungfrau Maria ist der Anfang der Geburt Gottes in jedem Menschen, der sich dafür öffnet und den Willen Gottes tut.

Wir stellen jedoch fest, dass dieser Weg ist sehr lang und beschwerlich. Der Apostellesung von heute spricht insbesondere über den Glauben, gerade weil dieser der Grund für die Menschwerdung und der Kommen Jesu Christi in der Welt ist. Es wurde also über den Glauben Abrahams und die Gerechten vom Alten Testament gelesen, die viele Kämpfe, Folterung, Verfolgungen und letztendlich Tod in Qual erlitten haben. Nur für ein Versprechen, für eine bestimmte Überzeugung hatten sie die Kraft, alles zu ertragen. Daher sehen wir, wie wichtig ist es, den wahren Glauben an Gott zu haben. Wenn der Mensch den wahren Glauben hat, die Wörter sind nicht nur vage und fragliche Versprechungen, sondern das Sehen und ihre Erfüllung, eine Realität, die in der Ewigkeit stattfindet. Daher ist der Glaube das Sehen der Unsichtbaren, das Erleben der ewigen und unveränderlichen Realität. So haben einige Leute das Versprechen nicht in dieser Welt erhalten, gerade weil der Sinn unseres Lebens nur in das ewige Leben erfüllt ist.

Mögen wir auch, dass die Genealogie unseres Heillands präsentiert sowohl das Glauben und die Hoffnung in das Kommen Christi und die Freude des ewigen Lebens, aber auch die Geduld, dies zu erreichen. Unsere Geduld vor Widrigkeiten, Entbehrung und vor unseren Schwachheiten ist eigentlich ein Spiegel der Geduld Gottes angesichts der Unbeständigkeit, der Kleinheit unserer Seele und unserer Oberflächlichkeit.

Es ist deswegen, dass die Reihenfolge dieses Stammbaumes ignoriert nicht die Vorgänger, die großen Sünden gemacht haben, sondern zeigt sie die besonderes. So wurde über Judas gelesen, wie er inzestuös Perez und Serah durch seine Schwiegertochter Tamar zeugte. Auch David, der König ist erwähnt und wie er durch Hurerei, Verschwörung und Mord Solomon, Sohn der Frau Urias, zeugte. Daraus verstehen wir einerseits, dass keine Sünde vom Menschen begangen zu groß für die Langvergebung und Barmherzigkeit Gottes ist. Auf der anderen Seite verhindert kein Fall/Sturz den Mensch, Gott wieder zu erhalten, wenn er ausreichend bereut.

Wir verstehen dadurch auch, dass jeder Mensch durch seinen Stammbaum seelisch belastet ist. Wir wählen nicht unsere Eltern und Verwandten, und jeder wurde in einer Umgebung mehr oder weniger förderlich für eine harmonische geistige Entwicklung geboren. Aber schließlich jeder hat die Freiheit und Verantwortung und vor allem die Fähigkeit, sich zu bemühen und Gott zu empfangen. Wenn Christus vom diesem Stammbaum voll mit Ehebrechern, Mördern und Götzendienern geboren werden konnte, bedeutet dass Er Angesicht in jedem von uns nehmen kann, in dem Maße indem jeder von uns umkehrt und sich zu ihm zurückkehrt.

Liebe Gläubigen,

Die heute gelesenen biblischen Lesungen haben uns zwei Genealogien des Erlösers gezeigt. St. Paul schreibt in seinem Brief an die Hebräer über eine geistliche Genealogie unseres Erretters, über die Heiligen des Alten Testaments, die durch Glauben des Erlösers Versprechen erwarten haben, im Vergleich zur Genealogie von Matthäus präsentiert, der einfach die erdlichen Vorfahren der Erlösers listet, unabhängig von ihrer guten oder schlechten Taten. Damit sehen wir, dass die Geburt Christi die Grundlage für die Entwicklung und Vervollkommnung eines jeden Menschen ist, der Vergöttlichung neigt. Gleichzeitig bleibt die Geburt Christi noch unbekannt, missverstanden oder nur als Märchen einer Religion für die Menschen, die nicht glauben wollen. Für jene, aber auch für die anderen, haltet Gott seine Versprechen, und respektiert die Freiheit des Menschen. Daher bedeutet der Name „Jesus“ „Gott rettet“ oder „Gott ist mit uns“, um zu zeigen, dass Gott rettet die, die an ihn glauben.

Nach der langen Zeit der Vorbereitung und Fasten vor Weihnachten helfe Gott uns in diesen restlichen Tagen bis zum Fest der Geburt des Herrn intensiver zu vorbereiten. Er mache uns das Baby Jesus würdig zu empfangen, zur Herrlichkeit der Heiligsten Dreifaltigkeit und zu unserem Heil. Amen.

© Priestermönch Athanasie Ulea

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